B&G: Elektronik, die die Segelrechnung übernimmt
B&G teilt sich die Hardware mit Simrad — dieselben Radargeräte, dasselbe Netzwerk, dieselben Sensoren. Der Unterschied liegt in der Software, und auf einem Segelboot ist genau das das Produkt: Laylines, SailSteer, Startlinie, wahrer Wind korrigiert um Krängung. Unten die sieben Gruppen des Programms.
Kartenplotter — Vulcan und Zeus
Fünf Serien, von 7 bis 24 Zoll. Vulcan (7", 9") für Küstentörns und Clubregatten, mit SailSteer und RacePanel. Zeus S (7", 9", 12", dazu 12" und 15" Ultrawide) für Fahrten- und Regattasegeln. Zeus SR (10", 12", 16") für Hochsee und Regatta, mit Achtkernprozessor. Zeus³S (9", 12", 16") und die Glass-Helm-Versionen (16", 19", 24") mit separatem Prozessor.
Kartenplotter ansehenInstrumente und Displays
Triton² ist die übliche Wahl im Cockpit — drei oder vier nebeneinander, zugleich Bedienung für den Autopiloten. Nemesis (7", 9", 12") ist das große Grafikdisplay, das Sie selbst einteilen, ablesbar vom Vordeck. Die HV-Mastdisplays reichen von 10/10 bis 40/40: große Ziffern, mit Frontrahmen in Schwarz, Weiß, Rot und Grün.
Instrumente ansehenSegelprozessoren — woher die Zahlen kommen
Displays zeigen, was die Sensoren messen. Ein Segelprozessor korrigiert die Messung — er weiß, dass Sie 20 Grad krängen und die Masttopeinheit dadurch schief steht, und berechnet daraus den echten wahren Wind. Laylines und Zielgeschwindigkeit entstehen aus dieser Korrektur; ohne sie stimmen die Zahlen schlicht nicht. Triton Edge für Fahrten- und Zweizwecksysteme, H5000 in drei Stufen, Hercules und WTP3 für Grand-Prix-Regatten.
Prozessoren ansehenSensoren — Wind, Tiefe und Kurs
Der WS320 ist drahtlos und solargeladen, der WS310 verkabelt und braucht keine Batterie. Welcher passt, entscheidet Ihr Mast, nicht Ihre Vorliebe — siehe unten. Die vertikale WS700-Serie hebt den Sensor aus der gestörten Luft über dem Großsegel, von 0,8 m bis 1800 mm. Unter Wasser liefert der DST810 Tiefe, Geschwindigkeit und Temperatur aus einer Durchführung, dazu ForwardScan für den Blick nach vorn.
Sensoren ansehenAutopiloten
Ein Pilot besteht aus vier Teilen, die zusammenpassen müssen: Rechner, Bedienung, Antrieb und Rückmeldung. Die Rechner NAC-2 und NAC-3 gibt es als Core Packs, auch als VRF-Version ohne Ruderlagegeber. Der H5000 Pilot steuert nach wahrem Windwinkel mit korrigierten H5000-Daten. Antriebe reichen von den T-Serien-Rams (T0 bis T4) bis zu hydraulischen Pumpen, ausgelegt auf Ihren Zylinder.
Autopiloten ansehenRadar — HALO
Drei geschlossene Radome, leicht genug für eine Masthalterung — deshalb auf Segelbooten die übliche Wahl. Der HALO20 reicht bis 24 Seemeilen und genügt für Küstenfahrt. Der HALO20+ geht bis 36, dreht bis 60 U/min und zeigt zwei Bereiche gleichzeitig. Der HALO24 ist dieselbe Elektronik im 24-Zoll-Radom, bis 48 Meilen. Es gibt auch Plotter-Radar-Pakete.
Radar ansehenUKW und AIS
Die V-Serie reicht vom kompakten V20S bis zur V100, mit Funkhandsets und Blackbox-Systemen für enge Steuerstände. Achten Sie auf das -B im Namen: Das bedeutet einen eingebauten Klasse-B-AIS-Transponder, Sie senden also auch. Lieber eine separate Box? Dann hängt der NAIS-500 am Netzwerk. Der NSPL-500-Splitter lässt UKW und AIS eine Masttopantenne teilen.
UKW und AIS ansehenWelcher Zeus, Wind mit oder ohne Kabel, und ein H5000 aufwerten — für den Vergleich öffnen
Welche Kartenplotter-Serie?
| Serie | Größen | Gemacht für |
|---|---|---|
| Vulcan | 7", 9" | Küstentörns und Clubregatten. SailSteer und RacePanel inklusive |
| Zeus S | 7", 9", 12" | Fahrten- und Regattasegeln — die übliche Wahl für einen Neuaufbau |
| Zeus S Ultrawide | 12", 15" | Breitformat: zwei Fenster nebeneinander, ohne dass die Karte zum Streifen wird |
| Zeus SR | 10", 12", 16" | Hochsee und Regatta. Achtkernprozessor, bleibt auch mit schweren Karten und Radar zügig |
| Zeus³S | 9", 12", 16" | Blauwasser und Regatta. Bewährte Serie, auch als Zweitdisplay |
| Zeus³S Glass Helm | 16", 19", 24" | Große Fahrten- und Performanceyachten: separater Prozessor mit ein oder zwei Monitoren |
Die Größe entscheidet sich nach Leseabstand und Anzahl gleichzeitig geöffneter Fenster, nicht nach Schiffslänge. Ein 9-Zöller auf Armlänge liest sich besser als ein 12-Zöller direkt vor der Nase.
WS310 oder WS320 — Ihr Mast entscheidet
Der WS320 ist drahtlos und lädt über Solar — auch an einem bedeckten Tag, und läuft über zwei Wochen ganz ohne Nachladen; der Akku wird nach drei bis fünf Jahren getauscht. Reichweite etwa 30 Meter. Kein Kabel zu ziehen, was bei einem bestehenden Boot meist den Ausschlag gibt.
Wählen Sie den verkabelten WS310, wenn Ihr Mast über 25 Meter hoch ist, viel 2,4-GHz-Verkehr an Bord herrscht (WLAN, Bluetooth), Sie einen Carbon- oder Metallmast bzw. -rumpf haben, oder der Mast ohnehin gelegt wird. Er braucht nie eine Batterie.
Ein H5000 aufwerten kostet keine neue Hardware
Die H5000-CPU gibt es in drei Stufen — Hydra, Hercules und Performance — und Sie steigen mit einem Freischaltcode auf: Hydra zu Hercules, Hercules zu Performance oder Hydra direkt zu Performance. Die Hardware bleibt, die Software steigt. Wir führen alle drei Codes. Wer bei der CPU-Wahl zögert, kann also klein anfangen.
Eine Autopilotpumpe auslegen
Nicht nach Gefühl, sondern nach Hartruderzeit: wie lange das Ruder von hart Backbord nach hart Steuerbord braucht. Faustregel: 10 bis 16 Sekunden. Langsamer heißt unterdimensioniert — bei achterlicher See sofort spürbar. Schneller steuert unruhig und zieht unnötig Strom. Senden Sie uns das Volumen Ihres Steuerzylinders, und wir rechnen die passende Pumpe aus.
Was die Segelfunktionen wirklich brauchen
Ein Kartenplotter allein liefert Karte, Position und Routen. Laylines, Startlinie und Windanzeige werden aus Sensordaten berechnet: Masttop-Windgeber, Geschwindigkeits- und Tiefengeber sowie Kompass. Ohne diese Sensoren bleiben die Segelseiten leer, egal wie teuer der Bildschirm ist.








